Spinat, gesunder und kalorienarmer Allrounder, Rezepte, Tipps & Tricks
Geschrieben von: Kristina
Veröffentlicht am: 5. April 2025
Aktualisiert am: 11. November 2025
Die zarten Blätter des frisch geernteten Sommerspinats werden bevorzugt für Spinat Salat verwendet, während der Winterspinat perfekt ist für Spinat Pasta und Spinatrisotto.
Spinat ist ein saisonales Blattgemüse
Spinat wird fast immer einjährig angebaut, verträgt aber recht gut Kälte. Geerntet wird immer frisch. Der erste Spinat wird im zeitigen Frühjahr gesät und kann bereits im Frühsommer geerntet werden. Späte Sorten säen wir im August und ernten ihn im Herbst von Ende September bis zum Frost. Geschütz vor allzu großer Kälte kann er den Winter überstehen und im zeitigen Frühjahr ein zweites mal geerntet werden. Im zweiten Jahr beginnt er mit der Blüte und wird dadurch ungenießbar.
Spinat oder Babyspinat
Spinat und Babyspinat sind ein und dasselbe Blattgemüse. Babyspinat ist das junge, frühzeitig geerntete Blatt der heranwachsenden Pflanze. Lässt man ihn ein paar Wochen länger stehen, entwickeln sich die feinen Blättchen zu den großen, ausgewachsenen Blättern.
Spinat richtig zubereiten
1.
Pro Person braucht man eine ganze Menge Spinat, denn das feine Blattgemüse fällt völlig in sich zusammen, wenn es gekocht wird. Wir rechnen mit ca. 300 g wenn er als leichte Beilage serviert wird und mit ca. 500 g pro Person, wenn er Hauptspeise sein soll.
2.
Spinat sollte gut gewaschen werden, vor allem wenn er als BIO Spinat auf echtem Boden gewachsen ist, ist er meist recht sandig. Ein vorheriges Wässern in kaltem Wasser verringert ausserdem den Oxalsäuregehalt.
3.
Arten Sie beim Kauf auf Frische und kaufen Sie nach Möglichkeit nur Spinat in BIO Qualität. Aus konventionellem Anbau hat das zarte Blattgemüse deutlich höhere Nitratwerte. Nitrat ist ungesund und gilt im schlimmsten Fall als krebserregend.
4.
Spinat braucht nur wenige Minuten damit er gar ist. Am besten wird er zum Kochen tropfnass in einen Topf mit Deckel gegeben, die Flüssigkeit, die ihm direkt nach dem Waschen anhaftet, reicht meist schon aus, um ihn zu dünsten.
5.
Sahne als weitere Zutat macht sich gut in der Sauce, denn sie mindert den Wert der Oxalsäure.
6.
Spinat kann man am nächsten Tag aufwärmen und noch essen. Denn das erneute Erhitzen ist überhaupt nicht das Problem. Spinat enthält Nitrat, eine anorganische Stickstoffverbindung, die im Ackerboden natürlicherweise vorkommt. In den kälteren Monaten reichen Blattgemüsepflanzen diesen Stoff vermehrt ein, denn sie benötigen ihn zum Überleben. Nitrat ist nicht ungesund, im Gegenteil, richtig angewendet wirkt es sogar blutdrucksenkend. Aber: Nitrat wird durch natürlich in der Luft vorkommende Bakterien zum gesundheitsschädigenden Nitrit umgewandelt. Steht der Spinat zwischen erster und zweiter Erwärmung länger bei Zimmertemperatur herum, haben diese Bakterien ausreichend Zeit ihre Arbeit zu tun und der Nitritwert im gekochten Spinat steigt schnell an.
Fazit: lagern sie Spinat, vor allem gekochten Spinat, immer im Kühlschrank, denn dort ist es den Bakterien zu kalt und sie können keinen Schaden anrichten. Kalt gelagerten Spinat kann man bedenkenlos wieder aufwärmen. Lediglich bei Säuglingen und Kleinkindern sollte darauf verzichtet werden, um jedes Risiko auszuschließen.
Spinat ist gesund
Spinat zählt zum Blattgemüse, seine grüne Farbe zeugt von jeder Menge Chlorophyll und auch sonst hat er jede Menge gesunder Inhaltsstoffe zu bieten. Er ist kalorienarm und gesund, er enthält jede Menge Vitamine, wie Vitamin B und Vitamin C, außerdem pflanzliche Mineralstoffe, wie Kalium und Kalzium, Magnesium und Eisen.
Spinat ist kein Eisenwunder
Aufgrund eines vermutlichen Tippfehlers wurden dem Spinat 35 mg Eisen pro 100 g Frischgewicht zugeschrieben. Auch wenn dieser extrem hohe Eisengehalt beim Spinat leider nicht zutrifft, so kommen doch auf 100 Gramm frischen Spinat satte 3-4 mg Eisen (im Vergleich: Mangold enthält ca. 2,5 mg/100g, Rukola und Feldsalat 15-2 mg/100g und Hülsenfrüchte, wie Bohnen 6-8 mg/100g).
Schreibe einen Kommentar