Wer saure Gurken einlegen möchte, braucht eine 20% Salzlake und die klassischen Gurken Gewürze, Knoblauch, Zwiebeln und frischen Dill zum Verfeinern. Zum Einlegen der sauren Gurken nimmst Du im Idealfall Omas alten Steingut Topf mit aufgelegtem Deckel, zur Not tut es aber auch ein großes Einmachgläser bei dem Du den Deckel nicht zu schraubst.
Steinguttopf für Salzgurken, alternativ: große Einmachgläser (ca. 1 Liter Volumen)
Zutaten
1,5kgkleine Einlegegurken
1-2labgekochtes Wasser
20gSalz pro Liter Wasser
2Zwiebeln
4Knoblauchzehen
1-2Dillblüten
1ELSenfkörner
1ELKoriandersamen
1ELWeiße Pfefferkörner
1BundDill
Zubereitung
Die Gurken werden nach dem Waschen für mindestens 2 Stunden in kaltes Eiswasser gelegt, denn dadurch werden sie besonders knackig.
In der Zwischenzeit den Steinguttopf bzw. die Einmachgläser mit kochendem Wasser ausspülen.Tipp: Du kannst auch hochprozentigen Alkohol nehemn und alles damit desinfizieren.
Wasser mit Salz vermischen und aufkochen lassen. Gewürze hineingeben und den Sud 30 Minuten auf ganz kleiner Flamme ziehen lassen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch schälen und klein schneiden. Dill gründlich waschen und nur grob klein schneiden.
Die Gurken werden möglichst aufrecht ins Glas gestellt, sollten sie zu groß sein, kann man sie auch schräg rein legen. Abwechselnd Zwiebelringe, Knoblauchscheiben und die einzelnen Stiele vom Dill mit ins Glas geben.
Die abgekühlte Salzlake mitsamt den Gewürzen über die Gurken ins Glas gießen. Wichtig: die Gurken müssen vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein, damit sie nicht schlecht werden.
Warum werden meine eingelegten Gurken weich? Da die Gurken beim Einlegen leider manchmal unangenehm weich werden, kannst du vorsorglich Tannin-haltige Blätter vom Johannisbeerstrauch oder 1-2 Weinblätter mit ins Glas geben. Das in ihnen enthaltene Tannin ist ein pflanzlicher Gerbstoff, der dafür sorgt, dass die Gurken knackig bleiben.
Jetzt müssen die Gurken mindestens 1 bis 2 Wochen fermentieren. Dabei werden sie durch Milchsäurebakterien sauer und gleichzeitig haltbar. Tipp: beim Fermentieren kann sich eine weißliche Schicht, die sogennante Kahmhaut, auf der Oberfläche der Salzlake bilden. Diese wird durch Hefepilze hervorgerufen und ist grindsätzlich nichts schlechtes. Wenn sie Dich stört, kannst Du sie immer wieder mal abschöpfen. Die Gurken sind deshalb aber nicht schlecht, Du kannst sie bedenkenlos immernoch essen!
Die Gurken sollten (wenn Du sauber arbeitest und Deine Gläser gut sterilisiert hast) fast ein Jahr haltbar sein. Tipp: zum Entnehmen der einzelnen Gurken immer sauberes Besteck verwenden, am besten eine frisch gereinigte Zange aus Holz. Wenn Du die Gurken mit den bloßen Fingern aus dem Topf holst, provozierst Du einen ungewünschten Bakterienbefall und Deine Gurken könnten schimmeln.