Wer bei Wirsing Pesto an eine Rohkostpaste mit starkem Kohlaroma denkt, der irrt sich. Das Pesto hat zwar eine milde Kohlnote, erinnert im Geschmack aber auch an die Säure von Zitrusfrüchten. Wird es mit geschmacksintensiven Nüssen, wie Walnüssen oder Haselnüssen zubereitet, so entsteht auf dem Teller eine äußerst aromatische Hommage an den Winter.Dass Rohkost gesund ist, wissen wir ja schon lange, aber vor allem in den hübschen Kohlköpfen stecken jede Menge gesunder Inhaltsstoffe, die bei der Zubereitung von Pesto vollständig erhalten bleiben.
optional: frische Kräuter von der Fensterbankwie Basilikum oder Schnittlauch zum Garnieren
Zubereitung
Haselnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei kleiner Hitze vorsichtig anrösten, damit sie noch mehr Aroma bekommen. Dabei aufpassen, dass sie nicht schwarz verbrennen. Anschließend abkühlen lassen und in einer Küchenmaschine so gut es geht zerkleinern.
Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Wirsing halbieren und gründlich waschen.Tipp: waschen Sie den Wirsing auch zwischen den Blättern. Vor allem in den äußeren Schichten verbergen sich gerne mal Erdreste, Krabbeltierchen oder kleine Raupen.
Wirsing mit einem scharfen Küchenmesser möglichst klein schneiden, zu den Haselnüssen in die Küchenmaschine geben und mit 100 ml Olivenöl aufgießen. Knoblauch dazugeben und alles 1-2 Minuten auf höchster Stufe mixen, bis das Pesto eine schöne Konsistenz hat.Tipp: wenn die Masse zu locker ist, einfach noch einen Schluck Olivenöl dazugeben und weiter mixen, durch das Öl geht der zerkleinerte Wirsing irgendwann eine schöne Bindung ein und das Pesto wird sämig.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach persönlicher Vorliebe mit etwas Zitronensaft verfeinern. Anschließend entweder sofort servieren oder zum Lagern in ein Schraubglas umfüllen und in den Kühlschrank stellen.