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Original Münchner Schweinshaxe 🍖

Schweinshaxe Springe zu Rezept

Geschrieben von:

Veröffentlicht am: 7. Juni 2022
Aktualisiert am: 19. Mai 2025

Schweinshaxe 🍖 Bayrisches Rezept, knusprig und kross

Rezeptbewertung:
4.86 von 7 Bewertungen
Unsere Schweinshaxe wird erst in Biersud im Ofen gegart, bis das Fleisch zart ist. Anschließend kommt sie unser den Grill, damit sie rundherum eine knackige Kruste kriegt. Die Schweinshaxe ist ein traditionell bayerisches Rezept, wird aber auch in anderen Regionen und Ländern der Welt gerne gegessen. Dazu gibts ganz klassisch Kartoffelknödel und eine kräftige Soße (einen link zu unseren Kartoffelknödeln findest Du ein Stück weiter unten).
Bleibt was von dem Braten übrig, schmeckt er am nächsten Tag wunderbar als kalter Braten aufs Butterbrot. Gut verpackt hält sich die Schweinshaxe im Kühlschrank mindestens 4-5 Tage.
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Vorbereitung 1 Stunde 30 Minuten
Zubereitung 1 Stunde
Gesamt 2 Stunden 30 Minuten
Gericht Hauptgang
Küche Deutsch
Portionen 2 Personen

Koch-Utensilien

  • Schmortopf mit Deckel
  • Backofenform

Zutaten
  

Zutaten für die Schweinshaxe:

  • 1 Schweinshaxe ca. 1,2 kg
  • 2-3 Zwiebeln mit Petersilie
  • 1-2 Flaschen Münchner Helles mindestens 1 Liter
  • heißes Wasser zum Auffüllen des Topfes
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 1-2 Nelken
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1-2 TL Salz

Für die Schweinebratensoße:

  • 2-3 Karotten
  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 EL Butterschmalz
  • 3 EL Tomatenmark
  • 250 ml Rotwein
  • den Schweinshaxen-Sud ausm Kochtopf
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
 

Zubereitung der Schweinshaxe:

  • Wenn die Schweinshaxe am dickeren (untern) Teil nicht fest zusammenhält, solltest Du sie mit einem Küchengarn "vernähen". Das sorgt dafür, dass sie beim Kochen nicht so auslaugt und am Ende eine schöne Form hat.
    Schweinshaxe binden
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen. Zwiebeln in der Schale lassen und nur grob zerkleinern.
  • Bier und ca. 1 Liter Wasser, Salz, die Gewürze und die Zwiebeln in einen ausreichend großen Topf geben und aufkochen lassen.
  • Die Schweinshaxe aufrecht stellen, also mit dem dicken Ende nach unten und dem dünnen nach oben, so liegt sie dann optimal in dem heißen Sud.
    Schweinshaxe
  • Genauso in den Topf mit dem Sud geben und diesen dann noch mit so viel Wasser auffüllen, dass die Haxe vollständig in der Flüssigkeit liegt. Dann die Hitze auf ganz kleine Flamme reduzieren und die Schweinshaxe für 90 Minuten im heißen Sud ziehen lassen. Der Sud darf dabei nicht kochen.
    Schweinshaxe kochen
  • Nach 90 Minuten die Schweinshaxe aus dem Sud nehmen und die durchs Kochen ganz weich gewordene Schwarte vorsichtig mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden.
    Wichtig: achte darauf, dass Du die Schwarte nicht bis aufs Fleisch zerschneidest, denn sie soll im Fett noch zusammen hängend bleiben.
  • Schweinshaxe ohne Sauce in die Backofenform setzen und ca. 30-60 Minuten bei 180 Grad im vorgewärmten Backofen weiter garen.
  • Dann den Backofen auf Grillfunktion umstellen, die Hitze auf 240 Grad erhöhen und die Schwarte ca. 15-20 Minuten lang zur knusprigen Kruste aufbacken.
    Tipp: kuck immer wieder in den Ofen, damit die Kruste nicht zu dunkel wird. Bei Bedarf kannst Du das Blech eine Schiene tiefer setzen, oder die Hitze auf 200 Grad reduzieren.
    Schweinshaxe Kruste

Zubereitung der Soße:

  • Während die Schweinshaxe im Ofen ist, bereitest Du die Soße für den Schweinebraten vor und kümmerst Dich um die Beilagen.
  • Für die Sauce Karotten und Sellerie mit der Wurzelbürste schrubben und bei Bedarf schälen. Dann in kleine Würfel schneiden.
  • Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Gemüse darin anbraten, damit es ein paar Röstaromen bekommt.
    Schweinshaxe Bratensosse
  • Tomatenmark dazu geben und 1-2 Minuten karamellisieren lassen. Dann mit dem Rotwein ablöschen und alles kräftig aufkochen lassen.
    Schweinshaxe Bratensosse
  • Wenn der Alkoholdampf etwas verflogen ist, füllst Du mit ca. 1/2 Liter vom Sud auf und lässt die Soße ca. 20 Minuten bei mittlerer bis kräftiger Hitze einkochen, bis die Sauce ein schön kräftige Konsistenz bekommt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Tipp: bei Bedarf kannst Du noch etwas mehr Sud dazu geben, die Soße soll kräftig einkochen, aber nicht ansetzen.
  • Den fertigen Schweinebraten zusammen mit der Sauce (samt Gemüsestücken!) auf einen großen Teller geben und zum Beispiel zusammen mit klassischen Kartoffelknödeln servieren.
Keyword Haxe, Schweinebraten mit Kruste, Schweinefleisch, Schweinshaxe

Passende Beilagen

Der Klassiker zur Schweinshaxe sind unsere bayerischen Kartoffelknödel – halb und halb.
 
Kartoffelknödel selber machen

1
Beilagen zur Schweinshaxe: Karoffelknödel mit Schwarzbiersoße
Als Beilage zur Schweinshaxe ist mir der Kartoffelknödel der liebste, denn er hat alle Eigenschaften, die ein guter Begleiter für diesen aromatischen Braten braucht. Sein kräftiger Kartoffel-Geschmack (den Du noch mit allerlei Füllung ergänzen kannst) harmoniert bestens mit der knusprigen Schweinshaxe und ist perfekt zum Auftunken der Soße geeignet.
Die Bratensoße vom Schweinebraten verfeinere ich mit einem großen Schluck Schwarzbier, das gibt dem Ganzen eine aromatische Basis.
Zum Rezept...

4 Kommentare zu “Original Münchner Schweinshaxe 🍖”

  1. Karl-Heinz sagt:

    4 Sterne
    Ich habe kein Salz gefunden, ist das so richtig?

  2. Kristina sagt:

    5 Sterne
    Hallo Karl-Heinz, Danke für den Hinweis!
    Ich hoffe, Du hast Deine Schweinshaxe am Wochenende trotz fehlender Salzangabe gut hinbekommen und sie hat geschmeckt?

    Ich hab das Salz in der Zutatenliste tatsächlich vergessen, vermutlich weil ich nach unserem Schweinshaxen Genuss so im kulinarischen Himmel schwebte, dass ich mich nicht mehr auf die Details konzentrieren konnte 😉

    Jetzt ist alles notiert und ich freue mich auf Dein Feedback, wie die Schweinshaxe bei Dir gelungen ist…

  3. Dieter Süßer sagt:

    5 Sterne
    Hallo, ich habe einige (dumme?) Fragen.

    Im Backofen Umluft oder Ober-/Unterhitze?

    Warum wird bei einer Biersauce auch noch Rotwein verwendet? Widerspricht sich das nicht?

    Und etwas, was ich noch nie verstanden habe, warum werden die Zwiebeln nicht geschält?

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten

    • Kristina sagt:

      5 Sterne
      Hallo Dieter, das sind überhaupt keine dummen Fragen, im Gegenteil, es zeigt, dass Du das Rezept genau studiert hast und mitdenkst 😉

      Die Frage zur Kombination von Bier und Rotwein ist die komplexeste: Du hast Recht, im ersten Moment denkt man „Bier und Wein, das passt ja gar nicht“, aber doch, da steckt Sinn drin.
      1. Das Bier kommt in den Sud, in dem die Schweinshaxe gedünstet wird, der (je nach Größe Deines Topfs) noch mit viel Wasser verdünnt wird, sie ist also nicht sehr intensiv.
      2. In dem Sud siedet das Fleisch nur, gibt also nicht soo viel Geschmack an die Flüssigkeit ab, wie bei einem Schmorbraten.
      3. Durch das Bier kriegt der Sud die typische Würze, aber auch eine leicht bittere Note, die der Rotwein später dann schluckt.
      4. Vom eher wässrigen Sud kommt am Ende nur 0,5l in die Sauce, der Rotwein und das extra angebratene Wurzelgemüse, samt Tomatenmark sorgen fürs runde Aroma.
      5. ein Tipp: nimm dunkles Bier, die malzige Süße passt besonders gut zum Rotwein.

      Die Frage warum man die Zwiebel nicht schält ist einfach:
      1. Zwiebelschalen geben jeder Flüssigkeit, in der sie gekocht werden, einen herrlichen Geschmack! Wenn ich Zwiebel zum Kochen schäle, hebe ich die Schale sogar auf und gebe sie dann zum Beispiel später mit in den Topf, wenn ich Gemüsebrühe koche.
      Hier aber ein Tipp: nicht übertreiben, zu viel davon macht die Brühe bitter…
      2. Da Du den Sud nach dem Schweinebraten kochen easy abseihen kannst, stören sie in keinster Weise, Du sparst einfach den Arbeitsgang des Schälens.
      3. Zwiebelschalen sind übrigens nicht nur aromatisch, sondern gelten auch als sehr gesund, sie enthalten reichlich Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe, die sie an die Sauce abgeben.

      und zu letzt die Backofen-Frage:
      Ich stelle den Backofen auf Ober-/Unterhitze (das habe ich jetzt im Rezept ergänzt, Danke für den Hinweis!).

      Ich hoffe Dir ist die Zubereitung trotz der offenen Fragen gut gelungen? Lass mich gerne wissen, wie Dir die Schwienshaxe geschmeckt hat 🙂
      Grüße Kristina

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